Please ensure Javascript is enabled for purposes of website accessibility

GOTT SAH, DASS ES NOCH NICHT GUT WAR

was wir tun und wo wir es tun

Sambia, im südlichen Afrika gelegen, ist ein Binnenland mit rauem, zerklüftetem Gelände und einer beeindruckenden Tierwelt, die von zahlreichen Nationalparks und Safari-Gebieten umgeben ist. An der Grenze zu Simbabwe befinden sich die weltberühmten Victoriafälle, die von den einheimischen Mosi-oa-Tunya oder "Donnernder Rauch" genannt werden und majestätisch 108 Meter in die enge Batoka-Schlucht stürzen. Das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes ist Lusaka, welches durch ein Netzwerk von geteerten Fernstraßen mit allen Provinzhauptstädten und den Nachbarländern verbunden ist. 

Diese schnell wachsende Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 70 km² und beherbergt 3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. In den 90er Jahren, hatte Sambia eine der höchsten Pro-Kopf-Verschuldungen weltweit. Allerdings war Sambia nicht immer ein "Armenhaus". Bereits im 7. Jahrhundert existierten im Nordwesten des Landes Siedlungen von Menschen, die das Eisen als Werkzeug nutzten und das Sambesi Quellgebiet sowie das südlich davon gelegene Gebiet erstmals besiedelten. Die archäologische Ausgrabungsstätte Ingombe Ilede, die sich an der Mündung des Lusitu in den Sambesi in der Nähe von Siavonga befindet, offenbart eine Vielzahl an Artefakten aus verschiedenen Teilen der Welt. Hierzu zählen Textilien, die vermutlich aus Indien stammen, Glocken, die in Westafrika hergestellt wurden, Kupferbarren, Gold aus Munhumutapa, Keramik, die der Fundstätte ihren Namen gab, und Tonwaren von unübertroffener Qualität, die vor 1500 in Sambia hergestellt wurden. 

Möglicherweise gab es damals florierende Handelsbeziehungen entlang einer Nord-Süd-Handelsachse. Obwohl Sambia mit seiner Schönheit, wie den Nationalparks und den berühmten Victoriafällen des Sambesi, beeindruckt, gibt es auch viele Probleme, die das Land belasten. Ein marodes Bildungssystem, Unterernährung und mangelnder Zugang zu sauberem Wasser sind nur einige davon. Es ist besonders beunruhigend, dass das Land trotz beträchtlicher Wasserressourcen immer noch mit Wasserknappheit kämpft. HIV/AIDS trägt besonders viel zu den Problemen Sambias bei. Sambia hat eine der höchsten HIV-Infektionsraten weltweit. Dies erklärt den dramatischen Rückgang der Lebenserwartung von 60 Jahren im Jahr 1990 auf etwa 40 Jahre im Jahr 2005. Im Jahr 2006 gab es bereits 750.000 AIDS-Waisen in Sambia, und für das Jahr 2015 wurde damals sogar mit einer Million Waisen gerechnet, was 20 Prozent der Kinder im Land entsprach. 

Dank der ART-Behandlung liegt die Lebenserwartung für Frauen und Männer heute wieder deutlich über 60 Jahre. Die überwiegende Mehrheit der Waisenkinder in Sambia bleibt ohne Zugang zu formaler Bildung zurück. Laut UNICEF sind rund 10 Prozent der Waisen obdachlos, während weitere 6 Prozent als solche gelten. Lediglich 1 Prozent der Waisenkinder hat das Glück, in einem Waisenhaus unterzukommen. 

Die Familie Reutter entschied sich dazu, nicht tatenlos zuzusehen, wie diese Kinder ihrem traurigen Schicksal ausgeliefert waren. Stattdessen wollten sie aktiv Einfluss auf die schwierige Situation nehmen. Mit großem Engagement suchten sie nach Gleichgesinnten, Partnern und Unterstützern. Heute ist Chreso Ministries eine Organisation, die sich für die Menschen in Sambia einsetzt. Sie betreibt mehrere Schulen, Waisenhäuser und führt HIV/AIDS-Programme sowie Ernährungsprogramme durch. Neben der Behandlung von kranken Menschen werden auch HIV/AIDS-Präventionsprogramme im Rahmen von mobilen Kliniken und Outreach-Programmen durchgeführt. Junge Menschen haben die Möglichkeit, durch ein Berufsausbildungsprogramm eine selbständige Lebensperspektive aufzubauen. Chreso verfügt zudem über ein TV-Studio und eine Druckerei.

logo